Wir arbeiten mit kleinen Kooperativen in Peru zusammen, in denen meist Frauen für die Ernte von Sacha Inchik zuständig sind. Sie sammeln die Früchte ein und lösen die Samen heraus. Daraus wird Öl gepresst, ohne Hitze, um die Fettsäuren nicht zu schädigen. Aus den Samen lässt sich auch glutenfreies Mehl mahlen oder durch Rösten ein salziger Snack herstellen. Die Nachfrage steigt jährlich kräftig. Der Anbau von Sacha Inchik kann so den illegalen Anbau von Koka verdrängen. Der Anbau von Sacha Inchik ist durch Kooperativen organisiert. Der Handel ist sozialökonomisch verantwortlich organisiert, also fair produziert.

Unser Partner-Unternehmen in Peru unterhält enge Beziehungen mit den Produzenten-Ausschüssen in verschiedenen Teilen der Provinz Lamas, vor allem mit den einheimischen (Quechua sprechenden) Gemeinden. Auf diese Weise wird mit rund 150 Familien in acht Gemeinden zusammen gearbeitet. Die Rolle der Frauen ist in dieser Zusammenarbeit fundamental wichtig. Sie haben die gleiche Beteiligung an Sitzungen mit unserem Partner-Unternehmen wie die Männer. Sie nehmen zudem an allen Schulen, Praktika und weiteren Tätigkeiten, welche durch unser Partner-Unternehmen durchgeführt werden, teil. Sie sind in allen Ausschüssen vertreten.
Im Anbaugebiet wird darauf geachtet, dass mit aus Sacha Inchik gewonnenen Produkten eine hohe lokale Wertschöpfung erzielt wird. Es soll nicht – wie über Jahrhunderte etwa mit Kaffee oder Kakao – zu wirtschaftlicher Ausbeutung des Südens durch den reichen Norden kommen. Konsumenten und Produzenten sind zur Zusammenarbeit verpflichtet. Durch höhere Preise wird ein geregeltes Lebenseinkommen im Anbaugebiet ermöglicht. Die Konsumenten in Europa und Nordamerika profitieren ihrerseits von einem reicheren Angebot an äusserst gesundheitsförderlichen Agrarerzeugnissen und möglichen Produktinnovationen.